Kino

«BlacKkKlansman»: Zum Totlachen - und todernst

In Spike Lees neuem Film infiltriert ein Afroamerikaner den Ku-Klux-Klan. «BlacKkKlansman» ist umwerfend komisch und zugleich erschreckend gegenwärtig.

Zwei Cops (Adam Driver, links, und John David Washington) unterwandern in cleverer Kooperation den Ku-Klux-Klan. (Bild: PD)

Einer der provokantesten Sketche des nicht gerade für Zurückhaltung bekannten amerikanischen Komikers Dave Chappelle geht so: Ein Investigativ-Journalist interviewt einen blinden Autor namens Clayton Bigbsy, der fast nie sein Haus in den Südstaaten verlässt. Bigsby schimpft lautstark auf die «Nigger», proklamiert permanent «White Power» und gibt eine Signierstunde seiner Bücher, bei der der Ku-Klux-Klan anwesend ist. Als er seine Kapuze lüftet, ist das Entsetzen in der Runde seiner Verehrer gewaltig, einer erschiesst sich sogar. Niemand hatte den überzeugten Rassisten, der in einem Blindenheim voller Weisser aufwuchs, darüber informiert, dass er selbst schwarz ist. [ weiter ]

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