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Warnung vor dem Schwächling

«The Death of Stalin»

Iannuccis Satire ist eine Warnung davor, leichtfertig den falschen Versprechen von Narzissten zu verfallen.

«Could you ever trust a weak man?», fragt Lazar Kaganovich seinen Parteikollegen und Rivalen Nikita Chruschtschow (Steve Buscemi) am Ende der Satire «The Death of Stalin» von Armando Iannucci. Diese Frage fasst zusammen, worum es in dem gruselig aktuell wirkenden Film geht: Um Männer, die nur dank ihres politischen Rangs oder einer Uniform Macht haben, und alles dafür tun, um diese auch zu behalten; um Speichellecker und katzbuckelnde Opportunisten, die mitten im Satz die Meinung ändern, sobald einer ihrer Kollegen eine Augenbraue hebt. Seit Stalin tot ist, wollen sie alle sein Nachfolger werden. Erfolg hat nur, wer besser intrigiert als die anderen, der sich das Vertrauen seiner Kollegen erschmeichelt, oder, noch effizienter, mit Drohungen deren Loyalität erzwingt. [ weiter ]

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