Filmkritiken

Bürden des Alterns und die Schrecken der Pubertät

Rolf Lyssys «Die letzte Pointe» und Lisa Brühlmanns «Blue My Mind» - der Schweizer Film im Spagat über drei Generationen

Wachsende Sehnsucht nach dem Meer: Luna Wedler als Mia in «Blue my Mind». (Bild: PD)

Ein altbekanntes und ein frisches Gesicht des hiesigen Filmschaffens bringen diese Woche je ihre neuste Arbeit in die Kinos. Beide Werke klingen aus in der Schwebe zwischen Happy End und Drama, beide drehen sich um eine eigenwillige, stark gespielte Frauenfigur – aber in diametral entgegengesetzten Lebensstadien: «Die letzte Pointe» und «Blue My Mind». Man soll die zwei Filme nicht gegeneinander ausspielen, dafür sind die Genres zu unterschiedlich. Und doch kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, mit dem ersten einen nostalgischen Ausflug in die Vergangenheit des hiesigen Schaffens zu unternehmen, während der zweite eine Fahrt in dessen recht versprechende Zukunft gewährt. Es ist also auch ein kleiner Schaukampf zwischen den Generationen – dem konventionell-behäbigeren, jedoch souveränen Erzählstil der Altvorderen und dem eher episodenhaften, virtuos mit digitalen Mitteln und knalligen Bildern spielenden Zugang einer jungen Garde. [ weiter ]

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