Film Schweiz

Warum es immer mehr Kinosäle und immer weniger Kinos gibt

Gerade einmal 1,6 Kinoeintritte kauften die Schweizer 2016 im Durchschnitt. Trotzdem werden 2017 erneut 30 neue Säle eröffnet. Kinos wollen maximal flexibel sein.

Nicht nur Youtube, Netflix, Streaming-Dienste und das Fernsehen konkurrieren mit den Kinos. Heute können wir am Wochenende Sport treiben, einkaufen, reisen, oder Facebook, Snapchat und Instagram nutzen. Alle diese Aktivitäten beanspruchen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.

Ein grosser Saal, gedimmtes Licht, auf der Leinwand spielt gestochen scharf ein Film. Die dunkelgrünen Sessel sind zum Grossteil leer. Das ist eine alltägliche Szene, denn 2016 war ein schlechtes Jahr für die Schweizer Kinos.

Insgesamt sind im vergangenen Jahr die Zuschauerzahlen um 7 Prozent zurückgegangen. Es wurden nur mehr 13,7 Millionen Eintritte verkauft. Das geht aus dem jährlichen Bericht des Branchenverbandes Procinema hervor. In den letzten Jahren schwankten die Besucherzahlen, tendenziell gehen sie aber immer weiter zurück. Am grössten war der Besucherrückgang 2016 mit –13,53 Prozent im Tessin; die Westschweizer dagegen gingen fast genauso fleissig ins Kino wie noch 2015 (–0,7 Prozent). Auch der Jahresumsatz der Schweizer Kinos fällt 2016 schlecht aus: Mit 208 Millionen Franken lag der Umsatz um 9,3 Prozent hinter dem von 2015. [ weiter ]

Links