Regisseur_innen

"Willkommen in der Schweiz"

Regisseurin Sabine Gisiger: «Ich hoffe, dass auch Anhänger von Glarner ins Kino kommen»

«Willkommen in der Schweiz» von Sabine Gisiger.

Sabine Gisiger möchte der Polemik in der Flüchtlingsdiskussion mit ihrem Film etwas entgegensetzen.

Herbst 2015. Die Zürcher Regisseurin Sabine Gisiger ist aufgewühlt. Die Bilder von Menschen in überfüllten Booten und von Menschen, die zu Fuss über die Balkan-Route unterwegs nach Europa sind, lassen die 58-Jährige nicht los. Um nicht tatenlos zuzuschauen, beginnt sie, sich zu engagieren. Den Fernseh-Beitrag auf ARD sieht sie nur per Zufall. Es ist jener Beitrag, in dem Andreas Glarner, der damalige Gemeindeammann von Oberwil-Lieli, erzählt, er habe ein leerstehendes Haus abreissen lassen, damit der Kanton dort keine Flüchtlinge unterbringen könne. Und dass die Gemeinde lieber 290'000 Franken zahle, als Flüchtlinge aufzunehmen.

Sabine Gisiger, was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie Andreas Glarner so sprechen hörten?

Sabine Gisiger: Ich fragte mich, ob das, was er sagt, etwas zugespitzt das ist, was viele Leute in der Schweiz denken. Es schien mir wichtig, herauszufinden, was dahintersteckt. Welches Weltbild und welche Vorstellung davon, was die Schweiz ist. Ich entschied mich, Andreas Glarner zu besuchen. [ weiter ]

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