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Der mit dem Bären tanzt

Nun ist es offiziell: Carlo Chatrian, seit sechs Jahren Leiter des Locarno Festival, übernimmt die künstlerische Leitung der Berlinale. Was bedeutet seine Berufung für dieses Festival, das dringenden Reformbedarf hat?

Der Italiener Carlo Chatrian wird neuer künstlerischer Leiter der Berlinale. (Bild: EPA)

Locarno ist ein gutes Sprungbrett, wenn man sich nach Berlin katapultieren möchte. Moritz de Hadeln hat es vorgemacht: Nachdem er während fünf Jahren Leiter des Filmfestivals Locarno gewesen war, wurde er 1980 zum Chef der Berlinale ernannt. 21 Jahre sollte er diese Position bekleiden. Ob es Carlo Chatrian auf eine ähnlich lange Amtszeit bringen wird, ist offen. Fest steht aber nun, was bereits seit Dienstag inoffiziell die Runde machte: Der 46-jährige Italiener wird neuer künstlerischer Leiter der Filmfestspiele Berlin.

Die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters begründet Chatrians Ernennung mit «seiner Leidenschaft für den Film und seiner lebhaften, kommunikativen Art». An seiner Seite wird die gebürtige Niederländerin Mariette Rissenbeek als geschäftsführende Leiterin agieren. Die bisherige langjährige Geschäftsführerin des Interessenverbandes German Films sass selber in der Findungskommission, was durchaus einen gewissen Hautgout hat. [ weiter ]

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